| Gesundheitliche Aspekte des Mobilfunk | ||
Derzeit werden beinahe wöchentlich neue Beweise veröffentlicht, dass niederfrequent gepulste Microwellen wie sie bei der GSM Technologie verwendet werden, gesundheitsschädlich sind. An oberster Stelle steht das Krebs-Risiko im Vordergrund. Andere Dinge wie Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit sind da eher nebensächliche Randerscheinungen. Ein erhöhtes Krebsrisiko wie auch beschleunigtes Tumorwachtum wird mittlerweile durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt, deren Integrität duch die Tatsache bekräftigt wird, dass Experimente und Arbeiten überwiegend im Ausland veröffentlicht werden. Dabei ist offensichtliches Herunterspielen und Ignoranz der Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeit auf diesem Gebiet hier in Deutschland an der Tagesordnung. Als Beispiel sei die jüngst veröffentlichte Studie der Universität Lund in Schweden genannt.
Der dort tätige Wissenschafter Salford und seine Kollegen haben in diesem Versuch junge Ratten 2 Sunden mit GSM
Strahlung handelsüblicher Handies bestrahlt. Die Studie fand einen Zusammenhang mit der elektromagnetischen Immission und dem Eindringen von Albumin (Eiweißstoff) durch die Blut-Hirn-Schranke und Neuronenschäden, die in Abhängigkeit von der Stärke der Strahlung zunahmen. Folgende Bilder wurden zusammen mit den Studienergebnissen veröffentlicht. Sie zeigen Schnitte der Rattenhirne, links unbestrahlt, rechts bestrahlt.
Die Forscher schließen Zufälligkeiten der Ergebnisse begründet aus und warnen in zuvor nie gekannter Deutlichkeit vor erheblichen
Gesundheitsrisiken durch heutige Mobiltelefone. Weitere Studien dieser Art findet man zuhauf. Alle weisen zumindest starke Verdachtsmomente auf Gesundheitliche Schädigungen aus. So auch alle von T-Mobile selbst in Auftrag gegebene Studien, als bekannteste die vom ECOLOG-Institut. Alle Studien, die durch T-Mobile beauftragt wurden, weisen erhebliche Verdachtsmomente auf schädigende Wirkungen aus, welche allerdings durch die beauftragten Wissenschafter aufgrund fehlender wissenschaftlichen Beweise weginterpretiert wurden.
Die Forschungsgemeinschaft Funk e.V. (FGF), Argument der FGF: "Die Autoren gestanden allerdings ein, dass die Anzahl der Versuchstiere gering war..."
Den wichtigen Rest des Satzes unterschlug die FGF elegant, deshalb teilen wir Ihnen die offizielle Fortsetzung des Satzes der Autoren mit:
Neben dem Weglassen weiterer wichtiger Teile, auf die wir hier nicht eingehen möchten und die jeder selbst in der Originalstudie
nachlesen kann, hat sich die FGF am Ende ihrer unwissenschaftlichen Zusammenfassung auch noch folgenden Lapsus geleistet: Diese kühne Interpretation findet sich jedoch weder irgendwo in der Studie, noch hat Salford bei Pressekonferenzen eine solche Äußerung oder Schlußfolgerung getroffen, genau das Gegenteil ist der Fall. Da war bei der FGF wohl der Wunsch Vater des Gedankens: Salford-Zitate hierzu Leif Salford: "Diese Befunde sind gut auf den Menschen übertragbar. Sie haben die gleiche Blut-Hirn-Schranke und die gleichen Neuronen. (Salford gegenüber BBC News Online). Salford weiter: "Es gibt gute Gründe dafür, anzunehmen, dass das, was im Rattenhirn passiert, auch im menschlichen Gehirn passiert." So bestehe auch die Möglichkeit, dass die Strahlung der Mobiltelefone bei einigen Menschen die Alzheimersche Krankheit auslösen könne. «Was wir sagen, ist, dass Neuronen, die anfällig für die Krankheit sind, schon früher stimuliert werden», erklärt Salford. "Wir können nicht ausschließen, dass sich einige Jahrzehnte täglichen Handy-Gebrauchs auf eine ganze Generation von Nutzern schon im mittleren Alter negativ auswirken."
Damit dürfte eindrucksvoll belegt sein, dass Salford genau das Gegenteil von dem gesagt hat, was die Forschungsgemeinschaft Funk
ihm versucht hat, in den Mund zu legen.
Unsere persönliche Meinung hierzu ist: Wir als Bürgerinitiative fordern Grenzwerte der Leistungsflussdichte von 10 Microwatt/Quadratmeter als Höchstwert im Freien und 1 Microwatt/Quadratmeter als Höchstwert für Innenräme in Anlehnung an die Salzburger Vorsorgewerte, welche auf empirischen Forschungsergebnissen basiert. Wir fordern Abriss aller Basisstationen, die diese Grenzwerte nicht einhalten, um die Gesundheit der Bevölkerung nicht grob fahrlässig weiterhin aufs Spiel zu setzen. Hierzu zählt auch die Anlage in Kiedrich im Klosterbergweg mit Emmisionen von vielen 1000 Microwatt/Quadratmeter noch in 30 Meter Entfernung, und mehr als 100 Microwatt/Quadratmeter in den Schlafzimmern der Anlieger. Wir fordern die Gesetzgebung dazu auf, unsere Rechte und Pflichten zu erhalten und zu sichern, so, wie sie uns im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland gewährt werden. Wir halten die Ignoranz auch nur einzelner Verdachtsmomente gesundheitlicher Schädigung durch Mobilfunk für vom Staat angeordnete vorsätzliche Körperverletzung. Das Stadium einzelner Verdachtsmomente halten wir im Angesicht hunderter Studien wie der oben beschriebenen für sehr lange verlassen. Wir fühlen uns von den Verantwortlichen akut im Stich gelassen und beginnen nun mit militanter Gegenreaktion in Form von offensiver Propaganda zur Aufklärung der Bevölkerung und Mobilisierung der Gegner. |