Gesundheitliche Aspekte des Mobilfunk

Derzeit werden beinahe wöchentlich neue Beweise veröffentlicht, dass niederfrequent gepulste Microwellen wie sie bei der GSM Technologie verwendet werden, gesundheitsschädlich sind.
An oberster Stelle steht das Krebs-Risiko im Vordergrund. Andere Dinge wie Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit sind da eher nebensächliche Randerscheinungen.

Ein erhöhtes Krebsrisiko wie auch beschleunigtes Tumorwachtum wird mittlerweile durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt, deren Integrität duch die Tatsache bekräftigt wird, dass Experimente und Arbeiten überwiegend im Ausland veröffentlicht werden.

Dabei ist offensichtliches Herunterspielen und Ignoranz der Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeit auf diesem Gebiet hier in Deutschland an der Tagesordnung.

Als Beispiel sei die jüngst veröffentlichte Studie der Universität Lund in Schweden genannt.

Der dort tätige Wissenschafter Salford und seine Kollegen haben in diesem Versuch junge Ratten 2 Sunden mit GSM Strahlung handelsüblicher Handies bestrahlt.
Es gab 4 Gruppen von Ratten, eine unbestrahlte Kontrollgruppe sowie 3 Gruppen, die mit unterschiedlichen Intensitäten bestrahlt wurden (Ganzkörper-SAR: 0,2/0,02/0,002). Die Tiere wurden lediglich 2 Stunden bestrahlt, danach wurden sie 50 Tage am Leben gelassen und dann getötet. Anschließend sezierte das Salford-Team die Gehirne der Ratten und untersuchte sie auf Albumin-Ansammlungen und beschädigte Neuronen.

Die Studie fand einen Zusammenhang mit der elektromagnetischen Immission und dem Eindringen von Albumin (Eiweißstoff) durch die Blut-Hirn-Schranke und Neuronenschäden, die in Abhängigkeit von der Stärke der Strahlung zunahmen.

Folgende Bilder wurden zusammen mit den Studienergebnissen veröffentlicht. Sie zeigen Schnitte der Rattenhirne, links unbestrahlt, rechts bestrahlt.

Die Forscher schließen Zufälligkeiten der Ergebnisse begründet aus und warnen in zuvor nie gekannter Deutlichkeit vor erheblichen Gesundheitsrisiken durch heutige Mobiltelefone.
Als Versuchstiere wurden 12-26 Wochen alte Ratten verwendet, deren Entwicklungsstadium mit dem von Teenagern vergleichbar ist.
Die Forscher betonen, dass Hirnschäden dieser Art selbst bei häufiger Nutzung keine sofort beweisbaren Folgen haben müssen. Nach längerer Zeit könnten diese Schäden jedoch zu verminderter Hirnleistung führen. Die Forscher sagen wörtlich:
"Wir können nicht ausschliessen, dass eine ganze Generation von Nutzern nach jahrelanger häufiger Nutzung bereits im mittleren Alter unter negativen Effekte leiden könnte."

Weitere Studien dieser Art findet man zuhauf. Alle weisen zumindest starke Verdachtsmomente auf Gesundheitliche Schädigungen aus. So auch alle von T-Mobile selbst in Auftrag gegebene Studien, als bekannteste die vom ECOLOG-Institut. Alle Studien, die durch T-Mobile beauftragt wurden, weisen erhebliche Verdachtsmomente auf schädigende Wirkungen aus, welche allerdings durch die beauftragten Wissenschafter aufgrund fehlender wissenschaftlichen Beweise weginterpretiert wurden.

Die Forschungsgemeinschaft Funk e.V. (FGF),
der alle deutschen Mobilfunkbetreiber angehören, ist in ihrem Newsletter auch kurz auf die neue Studie von Leif Salford eingegangen. Die Forschungsgemeinschaft Funk spielte die Bedeutung der Studie herunter. Anhand der Zusammenfassung der FGF möchten wir anhand zweier Zitate kurz illustrieren, welch geringen Wissenschafts- und Wahrheitsanspruch die FGF mittlerweile offensichtlich vertritt:

Argument der FGF:

"Die Autoren gestanden allerdings ein, dass die Anzahl der Versuchstiere gering war..."

Den wichtigen Rest des Satzes unterschlug die FGF elegant, deshalb teilen wir Ihnen die offizielle Fortsetzung des Satzes der Autoren mit:
"...die kombinierten Ergebnisse sind jedoch hochsignifikant und zeigen eine klare Dosis-Wirkungs-Beziehung..."

Neben dem Weglassen weiterer wichtiger Teile, auf die wir hier nicht eingehen möchten und die jeder selbst in der Originalstudie nachlesen kann, hat sich die FGF am Ende ihrer unwissenschaftlichen Zusammenfassung auch noch folgenden Lapsus geleistet:
Originalzitat Newsletter der FGF: "Die Autoren gestanden allerdings ein, ... und dass das Ergebnis keinen Anhalt für ein Risiko am Menschen bedeutet."

Diese kühne Interpretation findet sich jedoch weder irgendwo in der Studie, noch hat Salford bei Pressekonferenzen eine solche Äußerung oder Schlußfolgerung getroffen, genau das Gegenteil ist der Fall. Da war bei der FGF wohl der Wunsch Vater des Gedankens:

Salford-Zitate hierzu

Leif Salford: "Diese Befunde sind gut auf den Menschen übertragbar. Sie haben die gleiche Blut-Hirn-Schranke und die gleichen Neuronen. (Salford gegenüber BBC News Online).

Salford weiter: "Es gibt gute Gründe dafür, anzunehmen, dass das, was im Rattenhirn passiert, auch im menschlichen Gehirn passiert."

So bestehe auch die Möglichkeit, dass die Strahlung der Mobiltelefone bei einigen Menschen die Alzheimersche Krankheit auslösen könne. «Was wir sagen, ist, dass Neuronen, die anfällig für die Krankheit sind, schon früher stimuliert werden», erklärt Salford.

"Wir können nicht ausschließen, dass sich einige Jahrzehnte täglichen Handy-Gebrauchs auf eine ganze Generation von Nutzern schon im mittleren Alter negativ auswirken."

Damit dürfte eindrucksvoll belegt sein, dass Salford genau das Gegenteil von dem gesagt hat, was die Forschungsgemeinschaft Funk ihm versucht hat, in den Mund zu legen.
Solche unwahren Äußerungen zerstören den letzten Rest von Glaubwürdigkeit, die man von einem Lobbyverband allerdings ohnehin nicht erwarten kann. Industrieforschung wird selten Ergebnisse erzielen, die den finanziellen Interessen der Industrie zuwiderlaufen.

[Original der Studie]

Unsere persönliche Meinung hierzu ist:
Es ist offensichtlich, dass hier aus reiner Profitgier wider besseren Wissens vorsätzlich Körperverletzung an der gesamten Bevölkerung begangen wird. Erhärtet wird dies durch die Vergabe bundeseigener Grundlagen-Forschungsaufträge an Mobilfunk-nahe Wissenschaftler, die sich in der Vergangenheit auf Bürgerversammlungen eindeutig für den Ausbau der Funknetze positioniert haben.

Wir als Bürgerinitiative fordern Grenzwerte der Leistungsflussdichte von 10 Microwatt/Quadratmeter als Höchstwert im Freien und 1 Microwatt/Quadratmeter als Höchstwert für Innenräme in Anlehnung an die Salzburger Vorsorgewerte, welche auf empirischen Forschungsergebnissen basiert.

Wir fordern Abriss aller Basisstationen, die diese Grenzwerte nicht einhalten, um die Gesundheit der Bevölkerung nicht grob fahrlässig weiterhin aufs Spiel zu setzen. Hierzu zählt auch die Anlage in Kiedrich im Klosterbergweg mit Emmisionen von vielen 1000 Microwatt/Quadratmeter noch in 30 Meter Entfernung, und mehr als 100 Microwatt/Quadratmeter in den Schlafzimmern der Anlieger. Wir fordern die Gesetzgebung dazu auf, unsere Rechte und Pflichten zu erhalten und zu sichern, so, wie sie uns im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland gewährt werden. Wir halten die Ignoranz auch nur einzelner Verdachtsmomente gesundheitlicher Schädigung durch Mobilfunk für vom Staat angeordnete vorsätzliche Körperverletzung. Das Stadium einzelner Verdachtsmomente halten wir im Angesicht hunderter Studien wie der oben beschriebenen für sehr lange verlassen.

Wir fühlen uns von den Verantwortlichen akut im Stich gelassen und beginnen nun mit militanter Gegenreaktion in Form von offensiver Propaganda zur Aufklärung der Bevölkerung und Mobilisierung der Gegner.